Rückblick auf den 04.05.2018 (Trialogischer Tag) in Duisburg

Dieser Tag war ein wenig chaotisch, weil einige Referenten weniger Zeit hatten, als sie ursprünglich bei der Planung des Tages dachten.

Er war erfolgreich.  Wir haben das „Ich hör Euch zu!“ Netzwerk gegründet.

Dieses Netzwerk wird sich in erster Linie um Eltern kümmern und Angebote für Sie und Ihre Betroffenen Kinder und Jugendliche erstellen.

Es ist ein systemischer Ansatz, den wir in diesem Netzwerk verfolgen. Nur eine Seite zu unterstützen, verschärft den Konflikt. Auch in der Wissenschaft setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, das Angehörige und Betroffene gemeinsam lernen müssen.

Besonders froh bin ich, dass wir zwei renommierte Fachleute als Kooperationspartner gewonnen habe.

Auch Kooperationspartner aus dem Bereich Ambulant Betreutes Wohnen und der Familienhilfe haben sich diesem Netzwerk angeschlossen.

Der Begriff „Angehörige“ ist für mich sehr breit gefächert. Er bezieht sich auf mehr Menschen, als Eltern, Geschwistern, Oma, Opa und weitere Verwandschaft.

Ein erstes Netzwerktreffen ist bereits in Planung.

Wir wollen viele Menschen erreichen.

Erste kleinere Projekte sind das „Ich hör Dir zu!“ Café oder ein „Ich hör Dir zu!“ Treff.

Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, Informationsveranstaltungen, Fotoprojekte……

 

Startnext Kampagne für das Borderline Spiel „Side-By-Side“

Startnext Kampagne für das Borderline Spiel „Side-By-Side“

Endlich ist es soweit, nach einer sehr ausführlichen Testphase wird das Side-By-Side Spiel in die Produktion gehen. Während der Testphase wurde uns viel Feedback gegeben, so das wir über Erweiterungen für das Spiel nachdenken.

Erste Eindrücke von dem Spiel erhaltet Ihr bei unserer → Startnext Kampagne

Wir brauchen Eure Unterstützung, um die Erweiterungen planen und umsetzen zu können.

Bitte unterstützt dieses Projekt, das helfen soll, den Druck von der Diagnose Borderline Störung zu erleichtern und helfen soll auch einmal von einer anderen Perspektive auf die Diagnose, sich selber, Angehörige und Therapeuten zu sehen.

Danke!

Workshop zum Aufbau des Netzwerks „Ich hör Euch zu“

Anlässlich des Trialogischen Borderline Tages am 04.05.2018 wollen wir einen Workshop zum Aufbau des „Ich hör Euch zu!“ Netzwerks, anbieten.

Dieses Netzwerk soll auf trialogischer Weise Eltern die Möglichkeit bieten, mit Fachleuten und Betroffenen auf Augenhöhe neue Angebote zu entwickeln und diese sollen dann auch umgesetzt werden.

So wie der angedachte: „Ich hör Euch zu! Treffpunkt“.

In Vorbereitung auf den Workshop sind folgende Fragen aufgetaucht:

  • Was brauchen Eltern an Informationen über die Borderline Störung?
  • In welcher Form wünschen Sie sich diese Informationen?
    • als offene Informationsveranstaltung zu festgelegeten Themen?
    • als Fortbildungsangebot mit speziellen Kursen, für die sie auch eine Teilnehmergebühr entrichten müssen?
    • im Rahmen  eines trialogischen Netzwerks, das sich in gewissen Abständen zu Sitzungen trifft?
    • möchten Eltern die Angebote aktiv mit gestalten?
    • Im Rahmen einer Fotoausstellung oder eines Bildbandes mit Texten?
    • In Form eines Filmes?
    • In Form eines Spiels?
  • Sind bereits bestehende Angebote und Strukturen schon bekannt genug?
  • Wo suchen Eltern nach Informationen und Unterstützung?
  • Auf welche Weise wollen Sie Kontakt aufnehmen?
  • Sind Peer Beratungen erwünscht?
  • Möchten Eltern mehr während der Therapie beteiligt werden, im Sinne von systemischen Angeboten?
    • Wie kann das realisiert werden?
  • Wie wichtig ist Anonymität?

Wir versuchen schon jetzt Antworten auf diese Fragen zu finden, um den Workshop möglichst effektiv zu gestalten und dem Netzwerk einen klaren Arbeitsauftrag zu geben.

Angepasst an die Bedarfe der Eltern (auch Betroffene werden Eltern, sie haben auch Bedarfe und Fragen und Unsicherheiten).

Wir hoffen mit dieser ersten Information schon Anregungen zu bekommen,

Interessenten an einer aktiven Mitarbeit können und dürfen sich auch gerne melden.

Wir freuen uns auf möglichst viel Feedback.

Das Team des „Ich hör Euch zu!“ Netzwerks 🙂

UPDATE Borderline Persönlickeitsstörung Fokustagung am 29.01.2018 in Köln

UPDATE Borderline Persönlickeitsstörung Fokustagung am 29.01.2018 in Köln

Die Fokustagung in der LVR Klinik in Köln war sehr spannend.

 

Frau Dipl-Psych.Jutta Stoffers-Winterling, die in Vertretung für Herrn Prof. Dr. Klaus Lieb zum Thema : „Medikamentöse Therapie der Borderline Persönlichkeitsstörung“ referierte, zeigte anhand von Studien, die Wirkungslosigkeit von einigen Psychopharmaka für Menschen mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung. Vor allem weil es viel zu wenige Forschungen über die Wirksamkeit in diesem Bereich gibt, und viele der Forschungen von den herstellenden Pharmakonzernen finanziert werden.

Es wurde eindeutig in Forschungen nachgewiesen, das die Psychotherapie wesentlich wirkungsvoller ist, als die medikamentöse Therapie, vor allem, weil es kein einziges für die Borderline Persönlichkeitsstörung zugelassenes Medikament gibt.

Unbestritten ist laut allen Referenten dieses Tages, das die Borderline Persönlichkeitsstörung mit einer multiplen PTBS korreliert. Das wird wahrscheinlich auch im ICD 11 so berücksichtigt werden.

Darüber hinaus ist die BPS die einzige Psychische Erkrankung, die weltweit diagnostiziert wird. Das lässt den Rückschluss zu, das es unabhängig von Religion, ethnischen und moralischen Grundsätzen der einzelenen Gesellsachaftsformen, jeden Menschen betreffen kann.

Somit wird auch in vielen Ländern diese Störung beforscht, was letztlich allen Betroffenen helfen kann.

Ebenso wurde von verschiedenen Referenten darauf hingewiesen, das es wichtig ist, auch die Etern, den Partner und das soziale Umfeld in die Behandlung einzubeziehen um Drehtürpatienten zu vermeiden.

Diese Diagnose betrifft ein ganzes soziales System.

Besonders gefreut hat mich zu hören, das es mittlerweile an den jungen Universitäten so ist, das die einzelnen Therapieschulen miteinander arbeiten, statt gegeneinander, wie ich es oft erlebe.

Im ganzen war es eine sehr informative Veranstaltung, mit vielen neuen Ansätzen, wie der Metakognitiven Therapie oder der Schematherapie, die besonders bei Menschen mit BPS und Sucht, sehr erfolgreich eingesetzt wird.

Es gibt noch viel zu beforschen und es braucht Mut von den Fachleuten, um einmal statt nur Patienten den Menschen dahinter zu sehen.

Ebenso den Mut, einmal neue Wege zu gehen und auch einmal neue Möglichkeiten der Unterstützung anzubieten.

Nach meinen Erfahrungen vorzugsweise Trialogisch! Nur wenn wir alle gemeinsam  miteinander arbeiten, werden wir Schritt für Schritt Leid vermeiden.

Vor allem seit dem die BPS auch bei 10 jährigen mit Beginn der Pubertät diagnostiziert werden darf.

Eine Kindheit und Jugend, die, in Ermangelung von anderen guten ambulanten Therapien, in stationären, meist auf der geschlossenen Station einer Kinder und Jugendpsychiatrie gelebt wird, kann kein Weg sein!!!

Je früher hier systemisch, also auch für Eltern, Geschwistern, Großeltern, und Schulen (siehe Baden-Würtemberg mit seinem erfolgreichen Modellprojekt!) wir hier gemeinsam Angebote entwickeln, desto weniger Menschen haben einen langen Leidensweg vor sich.

Auch das wurde gestern sehr deutlich kommuniziert.