Elternkreis Duisburg e.V. läd ein

Elternkreis Duisburg e.V. läd ein

3. Veranstaltung der ARWED-Informationsreihe 2019

„Auf der Suche nach (Sucht)-Hilfe in NRW unterwegs“ mit dem Tagesthema:

„Da kann man halt nix machen – das muss ihr Kind schon selber wollen!“ Motivation als Voraussetzung der Intervention?

Datum und Uhrzeit: 14. September 2019, 14.00 bis 17.00 Uhr
Veranstaltungsort: Sana-Klinik, Veranstaltungsraum, Zu den Rehwiesen 9, 47055 Duisburg

Hier können Sie sich die → Einladung als PDF herunterladen

Eine Erfolgsstory!

Eine Erfolgsstory!

10 Jahre Selbsthilfegruppe für Borderline Angehörige und 9 Jahre Selbsthilfegruppe für Borderline Betroffene in Duisburg und was sich daraus alles entwickelt hat – Die Geschichte hinter dieser Erfolgsstory:

Im März 2009 gründete Sabine Thiel mit Unterstützung Ihrer Mutter, aus eigener Betroffenheit, als Mutter eines Borderliners, in Duisburg die erste Selbsthilfegruppe für Angehörige.

Zu diesem Zeitpunkt wagte niemand eine Prognose zu erstellen, wie lange diese Gruppe bestehen würde.

Aus der anfänglichen reinen Angehörigen Gruppe entwickelte sich im Laufe der Zeit eine gemischte Gruppe (Betroffene und Angehörige gemeinsam), die in Spitzenzeiten 35 Teilnehmer bei den Treffen hatte.

Selbsthilfearbeit ist anstrengend und sie zeigt den Gruppenleitern sehr gut die eigenen Grenzen auf.

Neben der Duisburger Gruppe leiteten beide Frauen auch eine Gruppe in Oberhausen. Aus diesen beiden Gruppen entstanden sehr schnell noch weitere in Mülheim und Moers. Frau Doris Thiel leitete teilweise die Gruppen in Duisburg, Moers und Oberhausen gleichzeitig. Dies ging schnell über ihre Kräfte hinaus.

Frau Sabine Thiel zog sich im Jahr 2011 aus der Selbsthilfe zurück, weil sie sich beruflich auf die Arbeit mit Betroffenen und Angehörigen konzentrierte und einen Interessenkonflikt vermeiden wollte.

Frau Doris Thiel leitet seit nun mehr zehn ein- halb Jahren die Angehörigen Gruppe in Duisburg. Die Gruppe trifft sich in 14-tägigem Abstand in der Pflegeschule der Sana Klinik in Duisburg Wedau. Aus dieser zunächst einzigen Selbsthilfegruppe in Duisburg ist das Selbsthilfenetzwerk „Grenzgänger“ entstanden. Genauere Informationen finden Sie auf der Seite des Selbsthilfenetzwerks der → Grenzgänger

Als Grenzgänger empfinden sich sowohl die Betroffenen als auch die Angehörigen.

Grenzen sind ein wichtiges Thema für diese Gruppen, denn oftmals kennt keiner von ihnen seine Grenzen oder die des anderen.

Zuviel Einflüsse von außen wirken auf beide Gruppen ein und verunsichern.

So entstand im Laufe der Zeit parallel auch das Borderline Netzwerk „Bonetz“ mit langjähriger aktiver Unterstützung durch die NOVITAS BKK, vertreten durch Herrn Holger Russ, ohne die viele der aktuellen Projekte unmöglich wären, und durch die aktive Mitarbeit und Unterstützung in der Netzwerkarbeit durch die Alexianer Kliniken. Zunächst in Krefeld, vertreten durch Herrn Dr. med. Andreas Horn und Herrn Dr. Thorsten Grüttert.

Seit 2017 ist auch die Alexianer Klinik in Berlin, vertreten durch Frau Dr. med. Iris Hauth, ein aktiver Kooperationspartner, der in seinen Räumen Selbsthilfegruppentreffen ermöglicht und das Angebot: „Ich hör Dir zu!“©, (entwickelt von Sabine Thiel) adaptiert von Frau Katrin Zeddies, ermöglicht.

Mittlerweile entstehen neue Kooperationen mit weiteren Kliniken, neue Projekte wurden realisiert, wie das Side-By-Side® Spiel und das lebendige Projekt:  Der Borderline Parcours.

Somit ist die erste Selbsthilfegruppe in Duisburg ein Erfolgsmodell, das sich bewährt hat.

Die Gruppenleiter innerhalb des „Grenzgänger Selbsthilfenetzwerk“ erhalten eine Schulung zum Gruppenleiter und durch Frau Dr. Natali Kirstein eine regelmäßige Gruppensupervision.

Ein Interview im STUDIO 47 – Stadtfernsehen Duisburg

Ein Interview im STUDIO 47 – Stadtfernsehen Duisburg

Sabine-Thiel-InterviewIm Interview spricht Heilpraktikerin Sabine Thiel über Hintergründe zur Borderline-Persönlichkeitsstörung. Kann diese Krankheit jeden treffen & welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Weiterhin spricht eine Betoffene sehr eindrucksvoll über ihre Erkrankung und ermöglicht Außenstehenden einen (kleinen) Einblick in ihre Gefühlswelt.

Wenn Sie mehr über die Borderline-Krankheit wissen wollen, besuchen Sie die → Homepage des Borderline-Netzwerkes. Dort finden Sie viele Infos über Hilfsangebote, Anlaufstellen, Selbsthilfegruppen – sowohl für Betroffenen als auch deren Angehörige und Freunde.

Sie sind nicht allein!

Ein großes Presse-Echo

Ein großes Presse-Echo

Sabine Thiel bei Ihrer Dankesrede (Foto Novitas BKK)

 

Es wurde ausfühlich über die Veranstaltung zu Ehren von Sabine Thiel am Dienstag dem 17. Oktober 2017 berichtet. Im Lokalteil verschiedener Tageszeitungen (Die WAZ berichtete), im Innenhafen-Portal und auch in einigen Fachzeitschriften erschienen große Artikel, in denen ihr Engagement und die vielfältigen Initiativen die sie ins Leben gerufen hat, aufmerksame Würdigung fanden.

 

Auch in anderen Medien wurde über ihre Arbeit berichtet:

Im “Miles! Magazin” für seelische Gesundheit (Q4/2017) unter der Rubrik `Menschen` wurde ein doppelseitiger Artikel über das große Engagement und ihre Arbeit für und mit Borderline-Patienten veröffentlicht.

Eine Abbildung eines Artikels in der Fachzeitschrift “Freie Psychotherapie” (3/2017) über das Trialogische Borderline-Fachsymposium in Berlin finden Sie hier:

Novitas BKK ehrt Sabine Thiel für ihr Engagement

im Rahmen der Vorstellung des „Duisburger Beispiels“, einer Initiative der Novitas BKK. Einmal im Jahr wird dort eine Initiative aus Duisburg und Umgebung vorgestellt, die Menschen mit einer Erkrankung mehr Lebensqualität bringt.

In diesem Jahr ist Premiere und als erste wurde Sabine Thiel geehrt, die mit vielfältigen Projekten, Angeboten und Initiativen für Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung tätig ist.

Schirmherr der Veranstaltung ist der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link. In seinem Grußwort sagte er auch für die Zukunft dem „Duisburger Beispiel“ seine Unterstützung zu.

Es war ein sehr stilvoller Empfang bei der Novitas BKK in ihrem Firmensitz im Innenhafen in Duisburg. Die Laudatio hielt der Vorstandsvorsitzende der Novitas BKK, Frank Brüggemann.

Duisburger Beispiel 2017 für Borderline-Projekte
Pressemitteilung NovitasBKK

Es gibt Erkrankungen, über die redet man nicht gern. Umso wichtiger ist dann, dass andere es tun. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Sören Link hat die Novitas BKK deshalb das „Duisburger Beispiel“ ins Leben gerufen, das heute zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Vorgestellt werden Initiativen aus Duisburg und Umgebung, die Menschen mit einer Erkrankung mehr Lebensqualität bringen. In diesem Jahr: Sabine Thiel, Heilpraktikerin für Psychotherapie, die unter anderem die Selbsthilfegruppe Grenzgänger e. V., ein Borderline-Netzwerk und eine Sprechstunde für Angehörige und Betroffene auf den Weg gebracht hat. Viele dieser Projekte werden von der Novitas BKK gefördert.

„Menschen mit Borderline“, sensibilisierte Dr. Andreas Horn, Chefarzt im Alexianer Krankenhaus Krefeld, in seinem Fachvortrag, „haben viel größere Probleme, mit ihren Emotionen umzugehen, als andere. Ihnen fehlen Fertigkeiten, Gefühle angemessen zu regulieren. Um Stress abzubauen, verletzen sich die Betroffenen deshalb mit Rasierklingen.“

Eine Störung, die keineswegs so selten ist: Der Anteil von Borderline-Patienten in psychiatrisch-psychotherapeutischen Kliniken liegt bei 15 Prozent.

„Für mich war sofort klar“, betonte Oberbürgermeister Sören Link, „dass ich die Schirmherrschaft für das Duisburger Beispiel übernehme. Erstens, weil es wichtig ist, dass es Leute wie Frau Thiel gibt, die Menschen, denen es nicht gut geht, zeigen, dass es Hilfe gibt. Und zweitens, weil ich froh bin, dass es Einrichtungen wie die Novitas BKK gibt, die den Blick der Öffentlichkeit auf diese Probleme und diese Menschen lenken. Wir sind Frau Thiel und allen, die sich ehrenamtlich engagieren, überaus dankbar!“

„Sabine Thiel hat durch verschiedene Projekte in beispielhafter Weise eine bessere Versorgung und eine bessere Lebensqualität für Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung erreicht“, begründete der Novitas BKK-Vorstandsvorsitzender Frank Brüggemann die Entscheidung für das Duisburger Beispiel 2017, „Wir ehren sie öffentlich, um ihre Leistung anzuerkennen und zu einem besseren Verständnis von Borderline in der Öffentlichkeit beizutragen – damit diese Menschen ein besseres Leben haben.“

Neben einer Projektförderung durch die Novitas BKK erhielt Thiel eine Skulptur der Künstlerin Michaela Hansen. Für ihre Kunstwerke geht die Duisburgerin auf Schrottplätze, stöbert umher und nimmt Gegen

stände in die Hand, die zum alten Eisen geworfen wurden. Michaela Hansen macht aus Materialien, denen niemand mehr etwas zugetraut hatte, Kunstwerke, die unverwechselbar sind.

„Eigentlich“, so Sabine Thiel, selbst Mutter eines Sohnes mit Borderline-Störung, „verdienen die Menschen, mit denen ich arbeite, dieses Lob. Denn die Betroffenen arbeiten so hart an sich. Sie beweisen, wozu junge Menschen in der Lage sind. Auch mit Borderline.“ Stolz fügt sie hinzu: „Ich habe nur die Universität des Lebens besucht. Trotzdem wird meine Arbeit auch in Fachkreisen wahrgenommen und geschätzt. Als ich 2009 die erste Selbsthilfegruppe gegründet habe, hat man uns nur drei bis vier Monate gegeben.“

Heute ist Sabine Thiel mit ihren zahlreichen Initiativen glücklicherweise immer noch dabei.

Fotos: Novitas Bkk Ι Patrick Kaut