Jeder hat die freie Wahl bei Unterstützung durch eine Familienhilfe

Gemäß § 5 Gesetzbuch 8 hat jede Familie das Wahl und Wunschrecht den Träger, den sie haben möchte zu beauftragen.

Unter dem Antrag sollte folgender Satz stehen:

Gemäß § 5 Gesetzbuch 8 mache ich von meinem Wunsch und Wahlrecht gebrauch und wähle Frau oder Herrn Mustermann des Trägers XYZ.

Sollte eine Familienhilfe installiert worden sein, bei der die Zusammenarbeit schwierig ist, kann auch ein Wechsel zu einem anderen frei gewählten Träger beantragt werden, unter Bezug des oben genannten §.

Zusätzlich gibt es in NRW die Möglichkeit eine Ombudsschaft bei Konflikten oder Schwierigkeiten mit dem Jugendamt einzuschalten.

http://ombudschaft-nrw.de/ueber-uns-beratung/

Generell sollten sich Menschen, die mit einem Mitarbeiter des Jugendamtes, warum auch immer, Schwierigkeiten haben, an dessen Vorgesetzen oder den Sachgebietsleiter des ASD wenden.

Auch die Mitarbeiter bei den Trägern der Familienhilfe haben Vorgesetzte und auch diese Vorgesetzten haben wieder Weisungsbefugte.

Es sind Dienstleister, genauso wie die Träger des ambulant betreuten Wohnen.

Aus meiner Sicht ist es immer sinnvoll, zunächst einmal ein Gespräch zu suchen. Eventuell auch eine Mediation zu beantragen, bevor die Positionen sich verhärten, und der Konflikt nur sehr schwer zu lösen ist.

Vor allem weil dann oft der eigentliche Grund des Konflikts übersehen wird. Meist ist der Konflikt dann soweit verhärtet, das es nur noch um Machtausübung geht.

Auch im Jugendamt und anderen Ämtern arbeiten Menschen.

Manchmal sind es “Kleinigkeiten”, die einen Konflikt entstehen lassen. Wir sollten alle daran denken, das sich immer eine Interaktion zwischen Menschen ergibt.

Sabine Thiel

Qualitätsmerkmale von Anbietern/ Dienstleistern

Qualitätsmerkmale von Anbietern/ Dienstleistern

Auf Nachfrage Vertiefungen zur Veranstaltung des ‚Trialogischen Tages‘ vom 03.11.2017 in Duisburg

Ein Beitrag von Sven Nauermann

Menschen mit Unterstützungsbedarf wenden sich häufig an einen sozialen Dienstleister und versprechen sich hiervon entsprechende Hilfe. Dies kann aus verschiedensten Gründen geschehen, sei es aufgrund alltäglicher Faktoren zum selbstständigen Wohnen und/oder Familienleben (z.B. Ambulant Betreutes Wohnen, Familienhilfe, Alltagsbegleitung, usw.) und/oder aufgrund gesundheitlicher Faktoren.

Die folgenden Punkte sind aus dem Bereich ‚Ambulant Betreutes Wohnen‘ gegriffen, sind aber sicherlich flexibel auch auf andere Bereiche und Dienstleister übertragbar.

Häufig ist die Hilfe dringend, an diesem Punkt kommt es vor, dass Betroffene froh sind, überhaupt jemanden gefunden zu haben und sehen unter Umständen von einer tiefergehenden Beurteilung des Anbieters ab, da allein das Prozedere des Suchens schon mit starken Kraftanstrengungen, Überwindung von Hürden und einer gehörigen Portion an nötigem Durchhaltevermögen einhergeht.

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Das sagt Holger Russ von der NOVITAS BKK zur 1% Regelung für chronisch kranke Menschen

Das sagt Holger Russ von der NOVITAS BKK zur 1% Regelung für chronisch kranke Menschen

Herr Holger Russ von der NOVITAS BKK hat zu diesem Thema folgende Links zur Verfügung gestellt:

https://www.novitas-bkk.de/leistungen/leistungen-von-a-z/a-b-c/befreiung-von-zuzahlungen/

https://www.novitas-bkk.de/service/online-geschaeftsstelle/

https://www.novitas-bkk.de/_daten/dokumente/online_geschaeftstelle/nov_befreiung.pdf

Und diese PDF:

nov_befreiung

Die Regeln sind für alle Krankenkassen gleich.

1% Regelung für chronisch Kranke

Chronisch Kranke haben ein Recht auf ermäßigte Zuzahlung bei Medikamenten und Verordnungen bei den gesetzlichen Krankenkassen

Wenn man chronisch krank ist und das sind in der Regel Borderliner, müssen sie nur 1% statt 2% zuzahlen.

D.h. ein Mensch im Bezug von ALG II muss max. 50 € statt 100 € zu Medikamenten, 10 € Tagesgebühr für Krankenhäuser, Ergo, Physio, … bezahlen.

Und ich mache es immer schon im Voraus für das nächste Jahr (dieses Jahr habe ich es Ende September für 2018 bezahlt – sofort als der Brief für von der Krankenkasse kam).

Denn so muss ich von vornherein nichts mehr bezahlen und muss somit keine Quittungen sammeln.
Bei mir war es so, dasss ich mich erst an meine Krankenkasse wenden musste und die mir ein Brief zugeschickt haben. Diesen Brief musste ich ausfüllen lassen vom Arzt und wieder zurück schicken.

Ergänzung zum Nachteilsausgleich von Kirsten

es gibt 2 Bücher darüber:

  • Fürs Studium (kostenlos downloadbar): Handbuch Studium und Behinderung von Dt. Studentenwerk IBS https://www.studentenwerke.de/de/handbuch-studium-behinderung
  • Für die Ausbildung “Nachteilsausgleich für behinderte Auszubildende” https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/show/7407 –> siehe Anhang
 

Für Studenten

  • es lohnt sich einmal im Monat den kostenlosen Newsletter von der IBS (Dt. Studentwerk) zu erhalten https://www.studentenwerke.de/de/tipps-und-informationen
  • 2 sehr gute Berichte über den Nachteilsausgleich der jetzt erst online gestellt wurde:
    • https://www.aktion-mensch.de/magazin/gesellschaft/studium-mit-behinderung.html
    • http://www.taz.de/!5449643/
  • der hintere Teil des Beitrages ist sehr gut für Borderliner (am Anfang geht es um die sichtbaren Behinderungen)
    • http://www.ardmediathek.de/radio/Campus/Studieren-mit-Behinderung-Unis-sind-l%C3%A4n/SWR2/Audio-Podcast?bcastId=3064&documentId=46419170

 

Anhang: Hier ist der Download zum Handbuch “Nachteilsausgleich …” (Auszug)  Borderline